Strom und Wärme gleichzeitig erzeugen – Kraft-Wärme-Kopplung für hohen Eigenverbrauch.
Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) erzeugt gleichzeitig Strom und Wärme — und das mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 %. Der Clou: Die Abwärme des Motors, die bei einem reinen Stromaggregat verloren ginge, wird für die Heizung genutzt. Für Gebäude mit hohem, gleichmäßigem Wärmebedarf kann sich die Kraft-Wärme-Kopplung wirtschaftlich lohnen. Wir prüfen das ehrlich.
Ein kleiner Motor verbrennt Erdgas (oder Biogas) und treibt einen Generator an. Der erzeugte Strom wird direkt im Gebäude genutzt oder ins Netz eingespeist. Die Motorwärme und die Abgaswärme heizen das Gebäude oder das Warmwasser.
Ein BHKW ist kein Allrounder. Es läuft am wirtschaftlichsten, wenn es möglichst viele Stunden im Jahr läuft — dafür braucht es einen gleichmäßig hohen Wärmebedarf:
Für ein typisches Einfamilienhaus lohnt sich ein BHKW in der Regel nicht — die Anlage würde zu wenig Stunden laufen.
Bevor wir eine Empfehlung geben, analysieren wir:
Ein BHKW rechnet sich bei hohem, gleichmäßigem Wärmebedarf: Mehrfamilienhäuser ab 4–6 Wohneinheiten, Pflegeheime, Hotels oder Gewerbeobjekte. Für ein Einfamilienhaus lohnt es sich in der Regel nicht, da die Anlage zu wenig Betriebsstunden hätte.
Der elektrische Wirkungsgrad liegt bei ca. 25–35 %, der thermische bei 55–65 %. Der Gesamtwirkungsgrad von bis zu 90 % macht BHKW deutlich effizienter als reine Kraftwerke. Wieviel das für Ihr Objekt konkret bedeutet, prüfen wir im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Die meisten Anlagen laufen mit Erdgas, einige auch mit Biogas. Das macht sie bei gutem Gasnetz-Anschluss einfach installierbar und zuverlässig im Betrieb.